Tirols oberster Krisenmanager | Folge 17

Shownotes

Folge 17 von „Ins Land einihören“. Moderator Dénes Széchényi im Gespräch mit Elmar Rizzoli, Leiter des Tiroler Zentrums für Krisen- und Katastrophenmanagement. Er erzählt, dass er zu Hause einen Vorrat für zwei Wochen im Falle einer Krise hat, spricht über die Chaosphase zu Beginn einer Katastrophe und über die ersten Erfahrungen zum AT-Alert.

Transkript anzeigen

00:00:00: Muren und Lawinen, Hochwasser- und bedrohte Brücken, Keller voller Wasser Waldbrände, Stromausfall und Blackout.

00:00:09: Krisen und Katastrophen werden immer komplexer und durch den Klimawandel auch heftiger – und sie passieren öfter!

00:00:17: Neben den Einsatzkräften wird bei Krisen & Katastrophe auch das Land aktiv vom Lawinerexperten über den Geologen bis hin zu Drohnenpiloten.

00:00:27: Im Tiroler Zentrum für Krisen- und Katastrophenmanagement sind im Ernstfall mehr als fünfzig Landesmitarbeiterinnen im Einsatz.

00:00:36: Mein heutiger Gast ist Elmar Rizolli, sie ist in den sechsundfünfzig Jahre jung und seit Februar zwanzig oberster Krisenmanager des Landes und Leiter des Tiroler Zentrums für Krisens- und Kattastrofenmanagements.

00:00:53: Sie sind feiratet Drei Söhne, mittlerweile glaube ich sogar erwachsen schon fast.

00:00:59: Na ja, herzlich willkommen!

00:01:04: Gleich vorweg sind sie in der Lampereitschaft.

00:01:08: Ja das kann man so sagen.

00:01:09: natürlich habe auch eine Urlaubszeit und bin vielleicht dann zu gewissen Zeiten im Jahr nicht in Tirol aber wenn ich da bin dann kann man das durchaus so sehen.

00:01:21: Jetzt ist schon wieder was passiert Beginnen die Brennerromane von Wolf Haas.

00:01:28: Wenn sie in den Medien auftauchen, dann ist meistens auch etwas passiert als Oberster Krisenmanager und damit überbringe auch von schlechten Nachrichten.

00:01:40: gar wirklich dankbarer Job oder doch?

00:01:43: Ja ich sehe das schon aus, als Dankbaren Job beglebt man.

00:01:48: Ich kann hier sehr viel für die Allgemeinheit tun.

00:01:51: Und ich war ja oft auf der Straße auch angesprochen, und da bezeichnend.

00:01:55: einmal war ein Herr, der zu mir ihm gesagt hat, ja also er gratuliert mich, wie doll ich das immer mache aber trotzdem sieht er mich nicht gerne im Fernsehen weil er weiß wenn ich auftreten muss dann ist was passiert.

00:02:11: Es ist vor kurzem Wieder was passiert, und zwar ein Großbrand in Seefeld.

00:02:17: Das Hotel Großbräu hat dort gebrannt.

00:02:21: Wie muss man sich da ihre Arbeit vorstellen vom ersten Alarm an?

00:02:26: Was macht das Tiroler Krisen- und Katastrophenzentrum in solchen Fällen?

00:02:31: oder was hat es damals gemacht?

00:02:35: Erst der Ansprechpartner ist hier das Landeswahn- und Lagezentrum, nicht zu verwechseln mit der Leitstelle Tirol.

00:02:40: Die Leitställe Tiroll ist jene Einrichtung in Tirols die mit Ausnahme der Polizei die Einsatzkräfte alarmiert wenn Notrufe eingehen oder Brandmelealarme eingehen.

00:02:50: Das Landeswahl- und Lagezentrum Der behördliche Teil, der rund um die Uhr besetzt ist, ist dreihundertsechzig Tage im Jahr.

00:02:59: Dort werden diese eingehenden Meldungen mal bewertet und so wie wir es jetzt neulich in Seefeld hatten bei diesem Großbrand waren natürlich Ableitungen getroffenes, wären die zuständigen Behörden wie Bezirkshauptmannschaften und verschiedenste Dienststellen bei uns im Landhaus informiert und gleichzeitig versucht man dann auch die Gemeinde, die Bürgermeisterin in diesem Fall ja hier die Einsatzleitung innehaut zu unterstützen.

00:03:28: Das heißt organisieren Sie oder koordinieren sie denn auch die Einsatzkräfte?

00:03:34: Ja das nicht!

00:03:35: Es war ein Rainer... Gut wie ein reiner Feuerwehreinsatz.

00:03:38: Das macht die Feuerwehr natürlich selbst, aber da ist auch aus unserem Haus bei solchen Ereignissen das Feuerwehrenspektor vor Ort bzw.

00:03:46: auch die Bezirksfeuerwehrenspektoren, denen kommt hier eine wichtige Rolle zu bei der Einsatzbewältigung.

00:03:53: Aber es geht ja da, in diesem Fall wurde dann auch durch die Bürgermeisterin die Auslösung des Arteerlörds angefordert.

00:04:02: Und das ist eine Aufgabe, die unser Landeswahn- und Lagezentrum zu bewältigen hat.

00:04:09: Die Warnnachricht abzustimmen mit der anfordernden Behörde.

00:04:12: Welche Informationen, welche Verhaltensdips gibt man jetzt der Bevölkerung nicht?

00:04:18: In welchem Bereich soll gewarnt werden?

00:04:20: Es müssen gleichzeitig auch die Medien natürlich informiert werden und die Auslösung schlussendlich dann erfolgt auch im Lagezentrum.

00:04:28: Zum AT Alert, der ja seit letztem Jahr aktiv ist kommen wir noch ganz genau Eine andere Frage, die auch im Katastrophenfall sehr wichtig ist.

00:04:39: Haben Sie persönlich zu Hause auch einen Vorrat für Krisen und Katastrofenfälle?

00:04:45: Was sollte jeder Bürger eigentlich Zuhause haben?

00:04:49: Weil besonders beim Blackout da ist es ganz wichtig Da kommt's auf die Bevölkerung drauf an Und nicht so sehr auf die Einsatzkräfte Sondern da kommt das Verhalten der Bevölkerung an.

00:04:58: was muss ich haben?

00:05:00: Ja wenn wir über Blackouts Szenario denken dann muss man sagen ja Da muss jeder bei uns im Land seinen Beitrag leisten können und da müssen wir einfach schauen, dass er die Bevölkerung resilient genug ist.

00:05:13: Da können sich nicht mehr Einsatzkräfte um jeden einzelnen, jede einzelne kümmern und deswegen ist es wichtig dass man hier bevorratet das man auch den ein oder anderen Tag ohne dem Besuch im Supermarkt auskommt.

00:05:26: Dass man entsprechend Nahrung zu Hause hat die auch länger haltbar ist.

00:05:31: wenn man das vernünftig betreibt dann kann man da durchaus Aktionen gut ausnutzen Vorablaufdatum verkocht und vielleicht bei der nächsten Aktion wieder etwas einkauft.

00:05:44: Wir empfehlen da natürlich solche nicht verteiblichen Waren oder Waren, die sehr lange Ablauffrist haben.

00:05:52: Wasser natürlich?

00:05:54: Das hängt dann immer ab...

00:05:56: Das wollte ich grad fragen.

00:05:57: was ist mit dem Wasser?

00:05:58: also soll dich auch Wasser lagern und

00:06:01: bereithalten?

00:06:01: Ja es ist natürlich unterschiedlich.

00:06:03: wir sind ja da in einem gesegneten Land im Tyrol Aber da oder dort braucht es dann schon auch Heweanlagen oder Ähnliches.

00:06:12: Sie brauchen mal das Wasser.

00:06:13: für mich, zum Überleben ist es wichtig und dann braucht man natürlich die ganzen Sanitäranlagen, Toiletten usw.. Lauft das Wasser jetzt im Endeffekt in der Gemeinde, wo ich bin ohne zu tunde Stroms.

00:06:28: Also alles aufgrund der physikalischen Gesetze und der Schwerkraft haben wir natürlich schon sehr viele Vorteile in Tirol einfach die von der Natur gegeben sind.

00:06:39: Und dann darf man auch nicht außer Aucht lassen wenn beispielsweise auf Medikamente angewiesen ist, dass man Medikamenten zu Hause hat und jetzt nicht nur für die nächsten ein bis zwei Tage sondern vielleicht auch für den nächsten vierzehn Tage sollte man auch Haustiere zuhause haben.

00:06:59: Die gehören auch in so einer Phase natürlich versorgt.

00:07:03: und Hygieneartikel.

00:07:07: Wie wichtig ist es sich auch ein bisschen über die Nachbarn Gedanken zu machen?

00:07:15: Nachbarschaftshilfe ist hier auch wichtig, dass vielleicht einfach der Stärkere, den ein bisschen schwächeren hilft oder irgendwelche Beenträchtigungen hat.

00:07:22: Aber da ist es sehr wichtig das eben jeder vorgesorgt hat weil wenn ich auch vielleicht der stärkere bin als wie mein Nachbar, ich muss einmal meine Familie auch versorgt wissen dann kann ich natürlich auch Nachbarschaftshilfe leisten und darauf müssen wir bei einem Szenario wie ein Blackout auch zählen.

00:07:42: Was haben Sie jetzt konkret bei sich zu Hause als Vorrat?

00:07:47: Nudeln, Mehl auf alle Fälle auch, Mineralwasser, Konserventosen, die sind ja auch so, dass sie sehr lange haltbar sind und da schauen wir schon immer wieder, wann sich dem Ablaufdatum nähern, das muss dann halt verkochen und wieder neu einkaufen.

00:08:10: Wir haben es im Vorsprung schon gehört die Krisen werden komplexer sie werden häufiger sie werden heftiger.

00:08:19: Sie haben einmal gesagt eben sie werden komplexer.

00:08:23: was ist dazu verstehen drunter?

00:08:26: Ja, wir haben eigentlich beginnend so im Jahr twenty-fünfzehn uns schon mit komplexeren Themen als wir jetzt vielleicht nur in Natur gefahren auseinandersetzen müssen.

00:08:34: Denken wir zurück zu den Migrationskriseen.

00:08:40: Wir hatten dann von zwanzig bis dreieinzwanzig mit Corona die Pandemie zu bewältigen und wenn man so in die Risikobilder hineinschaut es sind nicht nur das reine Hochwasser oder die Muhr Und vor allem diese Kaskadeneffekte beobachten wir, dass man eigentlich sich fast schwer tut zu beurteilen wenn jetzt hier ein Ereignis ist welche Auswirkungen hat das.

00:09:08: Bezeichnen beispielsweise war ja das im Anfang der Corona-Krise was eigentlich mit der Pandemie selbst nichts zu tun hat wie dieses Frauchtschiff im Suezkanal elf Tage schwer gestanden

00:09:21: ist

00:09:21: und damit ja fast der Welthandel zu erliegen gekommen ist, weil das einfach eine sehr wichtige Transportroute vor allem Richtung Europa ist.

00:09:31: Und da hat man mal gesehen auch diese Lieferketten wie komplex die sind und das macht neben dieses Szenarien so Herausforderungen überhaupt rasch erkennen kann, wenn einer Ereignis eintritt das jetzt vielleicht gar nicht ein wahnsinnig großes ist oder dass man in erster auf den ersten Blick nicht so als relevant beurteilt.

00:09:52: Was denn das dann vielleicht in weiterer Folge für Auswirkung hat?

00:09:55: Das waren diese Kaskaden die sie gemeint haben wie das alles sich auswirkt auf einen vielleicht internationales Eregnis oder nationales Eregnis direkt auf Tirol und auf die Tiroler Bevölkerung.

00:10:09: Was heißt das für das Land?

00:10:10: Was wurde da gemacht, was haben Sie gemacht.

00:10:14: Ja wir haben sie sehr viel gemacht.

00:10:17: Wir sind sehr gut vernetzt und... Die

00:10:21: sich bauen ja den Katastrophenschutz und die Kriseninterventionen ja laufend aus!

00:10:26: Ja ich glaube einfach gekriegt um Denknis jetzt im Krisenmanagement nicht angesagt und wir haben uns hier in den letzten Jahren sehr weit vernetzt – nicht nur in Österreich sondern auch in die benachbarten Länder Denken wir an Bayern, Südtirol aber auch an die Schweiz.

00:10:43: Und das ist einfach ganz wichtig um solche Szenarien mit denen wir heutzutage rechnen müssen um sie gut bewältigen zu können.

00:10:52: da darf die Hilfe einer Grenze egal ob es jetzt eine Landesgrenze oder eine Gemeindegrenze ist oder gar eine Staatsgrenze nicht halt machen und hier ist es einfach wichtig dass man sich gegenseitig unterstützt.

00:11:04: und hier sind wir laufen dran, auch auf einem guten Weg.

00:11:08: Gleichzeitig haben wir bei uns natürlich die Strukturen versucht zu verbessern – einerseits einmal für ganz große Ereignisse.

00:11:17: Die Landeseinsatzleitung deutlich breiter aufgestellt mit viel mehr Expertise als wie in der Vergangenheit aber andererseits auch haben wir eben die ehemalige Landeswahnzentrale zum Landeswarn- und Lagezentrum weiterentwickelt Weil es wird bei jeder Eintritt einer Katastrophe oder in der Krise, wird's eine Chaos-Fasse geben.

00:11:36: Das finden Sie in jedem Lehrbuch.

00:11:39: wichtig ist

00:11:39: und ... Meistens am Anfang?

00:11:40: Am Anfang klar ja!

00:11:42: Ist diese Chaos-Phase.

00:11:46: Deswegen ist man nicht schlecht vorbereitet sondern das sagt auch einfach die Lehre ohne Chaos-Pfase geht keine Katastrophen ab.

00:11:53: gut ist man dann wenn man die Chaos-phase kurz halten kann Und da ist es wichtig, dass man auch außerhalb ... der Zeiten war ein eigenes zu passieren.

00:12:04: Ständig eine Lagebild, die beispielsweise wichtige Infrastruktur im Land hat und das haben wir mit dem Ausbau der Landeswahnzentrale zum Landeswarn- und Lagerzentrum vollzogen dass wir eigentlich tagtäglich wissen wie schaut es denn mit der Infrastruktur bei uns im Land aus?

00:12:19: Wie schaut's mit den Straßen aus?

00:12:21: wie schauts auf der Schiene aus?

00:12:23: Wie schaut´s mit dem Flugverkehr aus?

00:12:30: Da haben wir einen großen Schritt gemacht und da sind wir nicht ganz alleine.

00:12:35: Also in Österreich sind wir hier sicher vorbildet, aber wenn man auch andere Bundesländer in Deutschland anschaut, die sind auf den Weg und haben das nach uns jetzt so eingerichtet.

00:12:48: Ein grenzüberschreitender RT Alert – damit sind wir wieder bei den RT Alerts – war im Sommer ein Brand in Südtirol.

00:12:57: Da wurde ein RT alert im Oberland ausgelöst.

00:13:02: Das zeigt eben auch dieses Grenzüberschreit in den Katastrophen machen, keinen Halt.

00:13:09: Warum wurde damals in Nordtyrol ein AT Alert ausgerufen obwohl es in Südtirol brennt hat?

00:13:16: Ja einerseits war da wichtig dass es zwischen den Lagezentren von Südturol und uns in Tyrol hier einen Regenaustausch gibt, dass wir überhaupt mal gewusst haben was ist denn passiert.

00:13:29: Das war ein sehr großer Waldbrand im Bereich Ladzsch in Finnschau und wir haben dann die Meldungen bekommen über die Bezirkshauptmannschaft Landek das sehr viele Bewohner ja gerade im oberen Gericht eben die Feuerwehr anrufen weil sie zwar keinen Brand sehen, aber brauche hoch wahrnehmen und wir haben uns das dann angeschaut.

00:13:51: Das war dann auch nachvollziehbar auch wenn dieser Brand im Endeffekt vierzig-fünfzehn Kilometer entfernt war.

00:13:57: es war eine Südwetterlage, es hat quasi Föhn geherrscht und dieser Brandgeruch ist sehr massiv in dem Bezirk Landeck gedrückt worden.

00:14:07: Und wir haben uns dann in Schluss nehmen in Abstimmung mit der Bezirkshauptmannschaft Landecks, dass wir hier eine Gefahreninformation ausschicken also als Information für die Bevölkerung das eigentlich... keine Gefahr besteht, dass zwar dieser Brandgeruch wahrnehmbar ist aber es braucht niemanden Angst haben.

00:14:25: Es brauchen keine Maßnahmen ergriffen werden sondern der ist auf einem Brand den wir wissen und da in Südtirol gerade passiert

00:14:33: zurückzuführen.".

00:14:35: Das Wahnsystem Atea Alert gibt es seit im Jahr zwanzig.

00:14:38: bis jetzt wurde sechsmal ausgelöst unter anderem zuletzt bei einem Hotelbrand in Seefeld.

00:14:48: Ich weiß, es ist eine ganz hochtechnische Angelegenheit.

00:14:51: Aber können Sie uns erklären wie denn das funktioniert?

00:14:56: Ihr möcht vielleicht mit einem anfangen.

00:14:58: viele Leute sprechen immer sie bekommen ein SMS.

00:15:01: Das ist keine SMS Bedingt dass ich aktiv an eine Telefonnummer eine Meldung ausschicke.

00:15:08: Und es hat ja da auch anfangs immer wieder Nachfragen gegeben, wie schaut man das datenschutzrechtlich aus?

00:15:14: Ja wir wissen keine einzige Telefonnummer, wir können auch nicht nachvollziehen welches Handy das bekommen hat, das können Drei Mobil-Netzbetreiber, sondern wir verfassen hier – entweder sind ja selbst die Behörde die zuständige oder eine Bezirkshauptmannschaft oder im Bürgermeister, Bürgemeisterin wenn die Bevölkerung zu warnen ist.

00:15:36: Da wird festgelegt in welchem Bereich es die Bevölkerungen zu warnern und welchen Text schicken wir aus?

00:15:42: Und diese Meldung dann diese geografischen Daten gepaart mit dem Text werden dann an die drei Mobilfunkbetreiber von uns gesendet, elektronisch übermittelt und die schicken das.

00:15:53: dann alle Sendemausen, die sich in diesem Warnbereich befinden.

00:15:58: Und von dort aus bekommen dann die Handys egal... bei welchen Provider dieses Handy angemeldet ist, egal ob es ein österreichisches Handy oder ein im Ausland angemeltes Handy ist.

00:16:11: Das Handy ist darauf vorbereitet dass er diesen Alarm empfangen kann und bekommt

00:16:16: ihn.".

00:16:17: Das war jetzt in Seefeld zum Beispiel einfach einen regional ausgelöster Alarm den auch Gäste bekommen haben denn eigentlich jeder bekommen hat in diesem Großraum Seifeld

00:16:30: Ganz genau.

00:16:30: das Wichtige ist, dass wem bekommt richtet sich nach der Örtlichkeit und noch nichts anderem.

00:16:38: Hier haben wir in Seefeld kürzlich bei diesem Brand.

00:16:42: Da war es eben das Gemeindegebiet von Seefeld.

00:16:45: Natürlich, die Technik lässt es nicht zu, dass der Empfang jetzt Haarscharf an der Gemeindegrenze endet, sondern... Wenn er Masten

00:16:54: halt viel weiter

00:16:55: ausstrahlt!

00:16:55: Es strahlen diese Masten, diese Warnmeldung aus, die sich im Gemeindegebiet da in diesem Fall von Seafelt befinden.

00:17:02: Das ist natürlich, dass dann ein Reit bei Seefel oder vielleicht den Scharnis auch ein Handy eingeloggt ist.

00:17:08: Das ist, wenn man sich die Technik versteht.

00:17:12: Ist es verständlich dass das passiert?

00:17:14: Wir sind da dabei auch mit dem Mobilfunkbetreibern und dem Innenministerium Dass wir hier vielleicht noch schärfer werden können.

00:17:22: aber wir schicken ja immer natürlich mit im Text auf welches Gebiet sich diese Warnung bezieht.

00:17:31: Und dann ist es auch wichtig, das ist nicht in jedem Bundesland in Österreich so umgesetzt wie in Tirol, dass wir immer einen Link mit schicken.

00:17:39: und

00:17:40: da kommt eben sagen der Ding, der Alert kommt einmalig aber im Alert gibt's einen Link und dort wird dann laufend aktualisiert.

00:17:50: Dort gibt es den Link.

00:17:51: Wenn man den Link aufruft, kommt man auf eine Seite bei uns wo es dann deutlich mehr Informationen natürlich gibt als wie in dieser kurzen Warnmeldung oder Information.

00:18:04: und diese Seite ist auch nicht statisch sondern die ist dynamisch und wenn es hier zu Lageentwicklungen kommt werden die Tot auf dieser Seite entsprechend vermerkt.

00:18:19: Und nachdem ihr da Alarm am Handy erhalten bleibt, kann man immer wieder auf diesen Link drücken und damit kann man sich auch über den Fortlauf eines Ereignisses

00:18:29: informieren.".

00:18:30: Es hat in diesem Winter einen AT Alert wegen Lawinen-Gefahr gegeben?

00:18:36: Kann es sein dass man im Sommer einen AT alert bekommt wegen

00:18:40: Hitze?".

00:18:45: Grundsätzlich ist es ein Warntul, wo ummittelbarige Gefahr besteht.

00:18:51: Es ist sicherlich auch nicht generell vorgesehen, dass wir bei der Lawinen waren Stufe vier.

00:18:56: Wie das jetzt im Winter war auslösen, sondern da war es einfach die Gemengenlage.

00:19:00: Da sind mehrere Faktoren zusammengekommen.

00:19:03: Es war nicht so klassisch, dass rein die Gefahr für jetzt Turen gehe wie es eigentlich bei uns fast jeden Winter üblich ist bestanden hat.

00:19:11: Sondern hier haben wir gesehen, wir haben relativ viele Dote innerhalb kurzer Zeit gehabt Und wir haben dann gesehen, dass das eigentlich nicht so die klassischen Konsumenten unseres Lawinenreports oder ähnliche Informationsquellen sind.

00:19:24: Sondern dass hier ganz andere Personengruppen betroffen seien.

00:19:29: und in einem Betracht der hohen Anzahl von Todesopfern haben wir uns dann entschlossen damit wir wirklich jeden erreichen können und vor allem auch ... Touristen erreichen können, weil diese Meldung wird nicht nur auf Deutsch sondern auch auf Englisch ausgesandt.

00:19:45: Dass wir da den RTLort auslösen.

00:19:49: Hitze wird dennoch ein Thema sein und es wird immer mehr ein Thema.

00:19:54: Innsbruck ist auf dem besten Weg die heißische Stadt Österreichs zu werden.

00:19:59: was gibt's dafür?

00:20:00: Vorkerungen von Seiten des Landes?

00:20:05: Es gibt einerseits einmal den Hitzeschutzplan, der einen Stufenplan vorsieht.

00:20:10: Wo vor allem in der ersten Phase, wir hängen hier immer uns in enger Abstimmung mit dem Gears for Austria.

00:20:16: Die ja für die Wetterprognosen in Österreich zuständig ist.

00:20:19: Dort gibt es ja auch diese Wetterwarnungen mit den verschiedenen Warnfarben also Grün da ist alles in Ordnung.

00:20:26: und dann gibt's die dreistufiges Abstufung mit gelb-orange und rot und wir bekommen hier nachdem die inzwischen mit den Prognosemotellen doch einig rein paar Tage in die Zukunft blicken können, rechtzeitig diese Informationen.

00:20:43: so eine Maßnahme beispielsweise der Sitzschutzplan ist, wenn so eine Hitzephase abzuschätzen ist.

00:20:50: Wann gewisse Temperaturen wahrscheinlich in den nächsten Tagen erreicht werden?

00:20:54: Das auch über unser Lagezentrum und dann vor allem Gesundheitseinrichtungen, Einrichtungen wo vulnerable Personengruppen im Betreuung sind das die informiert sind dass sie ihrerseits wieder Maßnahmen ergreifen können.

00:21:09: Hitze wird in diesem Sommer sicher ein Thema werden, aber die klassikeren Muren über Schwängmungen und vor allem Waldbrände.

00:21:19: Da gibt es ja auch schon Pläne wie davor zu gehen ist und wie das Land davor geht?

00:21:27: Ja, da sind natürlich Herausforderungen wo wir jetzt schon sehen dass die Ereignisse in den letzten Jahren würde sich vielleicht gar nicht... sagen, dass sie quantitativ massiv zugenommen haben.

00:21:39: Aber die Qualität der Ereignisse hat zugenomen gerade bei diesen Niederschlagsereignissen, Murne-Ereignissen da sehen wir doch einen deutlichen Trend dazu das wir jetzt nicht mehr diese Lagen übers ganze Land haben.

00:21:55: oder beispielsweise ist meistens Ostirol ist auch wettertechnisch ja meistens getrennt zu beachten.

00:22:00: entweder haben wir Probleme in Ostiro und dafür in Ottirol nicht oder umgekehrt.

00:22:05: Aber wir sehen das, dass sie einfach Gewitter zählen die letzten Jahre so intensiv bilden.

00:22:12: Dass dann Gewitter-Türme sind, die mehrere Kilometer hoch sind.

00:22:16: Die aber nicht wie man es eigentlich aus der Vergangenheit gewohnt war, dann irgendwo über das Land ziehen vielleicht dort auch einen Streifen der Verwüstung ziehen sondern dies sehr regional und sehr stationär bleiben.

00:22:28: Denken wir zurück an den Sommervierundzwanzig in St.

00:22:32: Anton dieses Ereignis hier stationär regional ein Gewittereignis, wo es über Stunden zum massivsten Niederschlägen gekommen ist und dann auch zu entsprechenden Murgängen.

00:22:45: Allein in Sankt Anton, einhunderttausend Kubikmeter geschiebe was hier abgegangen ist.

00:22:50: Wenn man sich das umrechnet so kann sich jeder glaube ich etwas vorstellen unter einen Lkw den wir auf die Baustellen sehen, zwanzig tausend solcher Lkws fuhren und da gibt es mehr Ereignisse werden am gleichen Tag dann die Sellereinteil an der Straße sechs Meter hoch vermohrt letztes Jahr im Schnitz wo das Müllendorf zerstört worden ist diese Eregnisse dem punktuell auftreten und die sind jetzt in der Prognose sehr schwierig.

00:23:21: Man kann zwar prognostizieren, dass die Wetterlage so etwas zulässt nur man kann die genaue Neutlichkeiten nicht prognosticieren.

00:23:30: Sie haben es bereits aber in den Krisen- und Katastrophenschutzzentrum im Schloss Mendelberg entsteht.

00:23:36: Geht bald in Betrieb?

00:23:37: Wie weit sind sie da?

00:23:39: Dann können sie einziehen!

00:23:41: Ja, das wird im Sommer sind wir siebenundzwanzig.

00:23:44: Also in gut einem Jahr.

00:23:47: Die Abbrucharbeiten sind von Stadten gegangen und von diesen Teilen die abgebrochen worden sind.

00:23:52: Und die Sanierungsarbeiten starten dieser Tage und es gibt hier einen Stoffenzeitplan.

00:24:00: aber wir haben bisher den Zeitplan gut eingehalten und gehen davon aus dass wir dann wirklich im Sommer siebenundzwanzig eine moderne Infrastruktur zur Verfügung haben.

00:24:10: Das wird dann alle Stückchen spielen technisch und baulich nämlich an?

00:24:13: Ja, vor

00:24:14: allem technisch!

00:24:14: Und natürlich glaube ich ist das auch ein schöner Reiz einerseits.

00:24:19: einmal doch die alte Architektur gebar mit modernster Technik.

00:24:24: Das Land setzt auch sehr auf Schulungen und dazu gehören um das Bildungsangebot einfach zu erhöhen und ein Teil dieser Schulungen sind Katastrophenübungen.

00:24:37: Zuletzt war es Olex, eine länderübergreifende Übung gemeinsam mit dem Land Salzburg und sie dienen dem Zusammenspiel eben der einzelnen Organisationen Feuerwehrpolizei Bergrettung usw.

00:24:53: Die letzte hat Olex geheißen als die Grenzüberschreiterin.

00:24:55: aber jetzt kommt eine ganz große europäische Übung.

00:25:01: Ja, wir sind stolz darauf.

00:25:03: Wir haben uns letztes Jahr beworben.

00:25:05: nach den europäischen Katastrophenhilfemechanismus werden jedes Jahr zwei Übungsserien ausgeschrieben.

00:25:13: also das ist so ein Zyklus erschreckt sich dann über zwei Jahre und wir haben hier den Zuschlag bekommen.

00:25:20: wir waren das bestbewertete eingereichte Projekt.

00:25:26: Wir freuen uns schon und sind da intensiv in die Vorbereitungen.

00:25:29: Es gibt jetzt gerade im Mai die erste Planungskonferenz bei uns hier in Tirol, wir haben hier Partner aus mehreren europäischen Ländern also es sind Deutsche dabei, es sind Slowene dabei, das sind Tschechen dabei Kollegen aus Griechenland auch Spanien aus Island und es wird auch von einer finnischen Universität wissenschaftlich begleitet, natürlich unsere eigenen Einsatzkräfte.

00:26:00: Wir üben hier ein LBM-Szenario und folgen das Zusammenwirkung von kleineren internationalen Expertenteams weil das hat beispielsweise das LBMI eigenes in Nepal gezeigt dass es zwar sehr viele Spezialisten Bereich Retten und Bergen bei Erdbeem gibt, dass man hier noch Luft nach oben hat.

00:26:28: Das betrifft die Bewältigung, wenn das dann im alpinen Gelände ist.

00:26:31: Weil meistens, denke ich mal, die großen Erdbenen waren auch europäische Teams im Einsatz von Türkei, Syrien

00:26:37: etc.,

00:26:38: da sind wir überall eigentlich in der Ebene Und das wird sicher eine spannende Geschichte hier, einerseits einmal die Zusammenarbeit der lokalen Einsatzkräfte mit internationalen Kräften.

00:26:49: Das ganze Anforderungsprozedere werden wir hier mit der EU durchspielen.

00:26:54: Das Innenministerium ist natürlich auch mit am Boot als zuständige Stelle in Österreich.

00:27:00: und dann eben die Integration dieser internationalen Hilfskräfte von Spezialteams in unsere Einsatzstrukturen.

00:27:08: Also eine spannende Übung, die noch sehr viel Vorbereitung und Organisation bedarf.

00:27:13: Elmar Rizzoli, herzlichen Dank für das Gespräch!

00:27:16: Danke fürs Besuch im Studio.

00:27:17: Gerne.

00:27:20: Das war ein Podcast des Landes Tivol mit Elmar Rizzoli, oberster Krisenmanager des Landes- und Leiter des Tiroler Zentrums für Krisen- und Katastrophenmanagement.

00:27:30: Rezolli hat zu Hause selbst einen Vorrat für zwei Wochen, im Fall einer Krise.

00:27:35: Ziel seiner Arbeit ist es die sogenannte Chaosphase – zu Beginn einer Katastrophe so kurz wie nur möglich zu halten und er steht mitten in den Vorbereitungen für eine große europäische Katastrophenschutzübung.

00:27:49: Ins Land einihören!

00:27:50: Den Podcast des Landes Tirol findet ihr auf tirol.tv.at slash podcast auf allen gängigen Podcast-Plattformen und auf YouTube.

00:28:00: Danke fürs Zuhören und fürs Zusehen, bis zum nächsten Mal sagt Dennis Sessioni!

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.