Büroleiter Landeshauptmann | Folge 18
Shownotes
Folge 18 von „Ins Land einihören“. Moderator Dénes Széchényi im Gespräch mit Philipp Heel, dem Büroleiter von Landeshauptmann Anton Mattle. Seine berufliche Hauptaufgabe sieht er darin, die Flut von Informationen, die täglich aufpopt für den Landeshauptmann zu filtern und aufzuarbeiten.
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00:00:00: Im und für das Land Tirol arbeiten an die Viertausend Fünfhundert Mitarbeiterinnen in den unterschiedlichsten Berufsgruppen.
00:00:07: Ein Teil davon unterstützt die Arbeit der Regierungsmitglieder.
00:00:12: Jeder Landesrat, jede Landesrettin hat ihren Mitarbeiterinnenstab, der zuarbeitet koordiniert und die täglichen Aufgaben- und Termine abstimmt – so auch der Landeshauptmann!
00:00:23: In seinem Büro sind fünfzehn Mitarbeiterinnen beschäftigt.
00:00:26: Sie sammeln und bewerten die Flut von Informationen, die täglich unter anderem in hunderten E-Mails, Pressemeldungen und Schriftverkehr auf die Bildschirme kommen.
00:00:37: Mein heutiger Gast ist Philipp Hale der einundvierzigjährige gebürtige Fölzer, ist seit dem Jahr zweitausendzwanzig Büroleiter von Landeshauptmann Anton Martle.
00:00:46: Sie haben eine zwölfjährige Tochter.
00:00:49: Herzlich willkommen!
00:00:51: Herzlich Willkommen.
00:00:52: Danke für die Einladung!
00:00:54: Herr Hale sie haben... Die Aufnahmen für diesen Podcast auf acht Uhr in der Früh angesetzt.
00:01:00: Sind Sie frühaufsteher?
00:01:01: Nein, tatsächlich bin ich gar kein Frühaufstehr.
00:01:05: Aber ich habe mir gedacht wir werden ungefähr eine halbe Stunde reden und dann kann ich gewohnt in meinen Arbeitsdach rein starten, der für Gewöhnliche um acht oder dreißig mit der Dienstbesprechung im Büro Landeshauptmann beginnt.
00:01:17: Das Vorgespräch zu meinem Podcast das mache ich immer ganz gerne auch in den Büros meiner Gäste weil Man sieht da ja auch ein paar Dinge herumstehen, die auch etwas über die Persönlichkeit des Menschen dann aussagen.
00:01:30: Bei ihnen sind mir drei Dinge aufgefallen.
00:01:32: einmal.
00:01:33: Hängt dort ein sehr roter Schal der Fußballklubs Manchester United – wie kommt das?
00:01:41: Sie ist nicht ein großer Fan dieses Clubs!
00:01:44: Ein großer
00:01:44: Fan?!
00:01:44: Ja ich würde sagen ihr habt schon eine gewisse Passion zum Fußball.
00:01:48: schauen war nie so der große Fußballspieler, aber sowohl im Stadion als auch vom Fernseher gibt es da schon eine gewisse Passion.
00:01:57: Bei Manchester United hat's eilacherweise zum Leitwesen mancher Bayern München-Fans in dem damaligen Champions League-Finale, zwei zu eins dann in der Nachspielzeit für Manchester United.
00:02:12: das war schon ... Ja, eine besondere Leistung und seitdem besteht das.
00:02:17: Und Sie haben ja auch den Schal, glaube ich zum vierzigsten Geburtstag bekommen?
00:02:21: Genau!
00:02:21: Das war eigentlich ein sehr nettes Geschenk von meinem Team zum vierzigsten Geburstag.
00:02:28: Evan Schalkirk vom Manchester United und in der Box war auch ein Ticket für einen Heimspiel von Manchester United gegen Arsenal im Old Trafford.
00:02:38: Das war dann letztes Jahr im Frühjahr, habe ich das Besuch um dürfen.
00:02:41: Das ist quasi der Olymp des Fußballs!
00:02:44: Ja für einen Manchester United-Fan.
00:02:45: sicher die Liverpool Fans werden das anders sehen.
00:02:50: Einige Star Wars Figuren stehen bei Ihnen auch in Büro herum?
00:02:54: Ja meine Interessen sind durchaus vielfältig und ich neige auch dazu... wie soll ich denn sagen... ein bisschen an meiner Kindheit zu hängen und manche Dinge Ja, wie sagt man so schön auf Neudeutsch ein bisschen nördig zu sehen.
00:03:11: Aber auch während meinem Studium in einem Videospielgeschäft gearbeitet also... Auch die Playstation hat immer noch ihren fixen Platz bei mir im Wohnzimmer und auch die Liebe zur Star Wars insbesondere zur alten Trilogie ist geblieben.
00:03:26: Also der ersten eigentlich?
00:03:28: Die ersten drei haben sich so wie ich auch die Faszination und Begeisterung für Star Wars Kimt weitergegeben?
00:03:37: Ja, meine Tochter hat schon ein bisschen Überzeugungsarbeit gebraucht ehrlicherweise.
00:03:42: Wie ich dann gesagt habe jetzt wäre der Zeitpunkt gekommen dass wir uns dauernd anschauen.
00:03:46: aber von Filmen zu filmen ist es danach besser geworden.
00:03:50: und mittlerweile muss ich sagen sie hat so schon ein bissel reingefuchst in das Thema.
00:03:54: ja
00:03:55: sehr schön.
00:03:56: Was noch in ihrem Büro steht, ist eines dieser bekannten Wandertafeln.
00:04:01: Diese gelben vom Alpenverein mit dem Hinweis zum Weg auf die Arzlascharte.
00:04:08: Das was Besonderes?
00:04:11: Ja ich habe eigentlich eine große Passion immer noch.
00:04:15: Ich komme gleich momentan nicht so dazu.
00:04:17: Für das Wander und für das Bergsteigen war sehr viel unterwegs.
00:04:22: auch vor fünf bis zehn Jahren war ich sehr viel in den Bergen unterwegs und das Schild kommt eigentlich aus einer karitativen Aktion.
00:04:31: Diese Schiller wurden abmontiert und erneuert, die alten Schilder wurden vom Netzwerk Tirol hilft.
00:04:37: Die haben es zur Verfügung gestellt bekommen dann verkauft und die Einnahmen sind dann sozusagen einem guten Zweck zugutegekommen.
00:04:47: Ich hab's erwähnt Sie sind einundvierzig schauen aber Für mich persönlich wesentlich jünger aus.
00:04:54: Wie kommt das?
00:04:56: Danke für die Rosen, ich würde sie dann weitergeben an meine Mutter offensichtlich.
00:05:00: Die Gäne
00:05:01: meines...
00:05:01: Sind die Gänen da ganz gut weitergegeben worden?
00:05:04: ja!
00:05:05: Sie haben ursprünglich einen Technikstudium absolviert, erzählst du aber ein bisschen über den Werdegang.
00:05:16: wie wird man denn Euroleiter vom Landeshauptmann?
00:05:19: Ja, das sind sehr unterschiedliche Dinge die dazu geführt haben dass sich heute im Büro vom Landeshauptmann als sein Büroleiter sitzen darf.
00:05:28: Er hat bereits in der Schule sehr stark begonnen mich zu engagieren in unterschiedlichen Organisationen und Vereinen politisch Schülervertretung bis rauf zur Bundesebene eigentlich.
00:05:40: Und natürlich kommt man dann in die ein oder andere Schiene rein und lernt Leute kennen und das Politische wird einem geläufiger.
00:05:49: Beim Studium, ja.
00:05:51: Wir begonnen mit Klassisch-Juß Betriebswirtschaftslehre
00:05:55: in Innsbruck.
00:05:56: Ja, in Intsbruck das war nicht so von Erfolg gegründet, aber dann ein Job angebrockt bekommen im österreichischen Parlament als parlamentarischer Mitarbeiter zu arbeiten.
00:06:06: Während
00:06:06: dem Studium
00:06:07: schon?
00:06:07: Während einem Studium was ich sehr gerne angenommen habe diese Aufgabe hab danach für einen Ferienwin gelebt und...
00:06:14: Da haben sie dann im Studium umgesattelt?
00:06:16: Genau!
00:06:17: Da war dann der Zeitpunkt gekommen, irgendwie ein Studium wäre schon noch gut abzuschließen und habe mich für einen Berufsbegleitendes Technikstudium Informations- und Kommunikationssystem entschieden.
00:06:29: Technika ist mir eigentlich immer gelegen.
00:06:31: also ich hab auch als Junglicher schon mein PC auseinander gebaut und wieder zusammengebaut und mein PC neu aufgesetzt.
00:06:38: das war so ein bisschen eine Nachmittagsbeschäftigung.
00:06:40: Das können die Jungen halt wahrscheinlich gar nicht mehr verstehen.
00:06:44: Ja, und so bin ich dazu gekommen.
00:06:46: Und für mich damals habe ich entschieden, ein zweites Standbein einfach aufzubauen.
00:06:51: Weil die Politik natürlich etwas ist, wo man nicht genau weiß... Man handelt sich ja von Legislaturperiode zu Legislatur-Periode in der Politik.
00:07:00: Sie haben dann nach Tirol zurückgekehrt und haben bei der damaligen Wirtschaftslandesrätin als Büroleiter oder wurden angefragt, ob sie da nicht was machen wollen.
00:07:20: Wie war das?
00:07:20: Das waren die Patricia Zoller-Frischschaf damals.
00:07:23: Ja ich bin zurückgekehrt nach Tirol und habe dann für die Patricia zuerst im Wirtschaftsbund gearbeitet.
00:07:29: Ich war dort ihr Bezirksgeschäftsführer für Innsbruck statt.
00:07:33: Bin dann eigentlich mal rausgegangen aus der Politik, war fünf Jahre zu Hause.
00:07:37: in der Tea-Gas und dann in der tea-Wag haben wir sehr stark mit der Energiewirtschaft beschäftigt.
00:07:43: Und dann kam der Anruf sozusagen von der ehemaligen Chefin.
00:07:47: Sie bräuchte einen Büroleiter, das war Ende des Jahrhunderts.
00:07:51: Und ob ich mir das vorstellen könnte?
00:07:54: Das Regierungsprogramm sei gut auf China und ich habe dann zugestimmt.
00:07:59: Ich habe gesagt ja, das kann ich mal gut vorstellen und wir haben uns auch sehr gut gekannt und uns schon vertraut.
00:08:04: Und ja, ich hab dann tatsächlich im ... Land wieder angefangen, als Büroleiter von der Wirtschaftslandesrede.
00:08:14: Das heißt das
00:08:15: sind so richtig ins kalte Wasser geschmissen worden?
00:08:17: Eigentlich
00:08:18: war es anders ausgemacht.
00:08:19: aber vierzehn Tage später hatten wir ja die weltweil größte Pandemie eigentlich zu bekämpfen und das waren natürlich gerade im Büro der Wirtschaftslandesreden zu beginnen mit den ganzen Hilfsmaßnahmen für Betriebe, für Unternehmen, Kurzarbeit schon eine große Herausforderung.
00:08:37: Ich glaube, wir haben das eigentlich gut gemeistert und auch in sehr guter Abstimmung mit der Bundesregierung damals.
00:08:45: Auch Maßnahmen gesetzt, dass die Menschen ihren Job erhalten haben können.
00:08:50: Der Nachfolger von Partizier Zoll auf Rieschau war dann der jetzige Landeshauptmann.
00:08:55: Er hat sie dann quasi übernommen als Büroleiter und hat sich dann auch zum Biroleiter Landeshhauptmann gemacht.
00:09:07: Was macht ein Büroleiter, was muss man können?
00:09:11: Es ist ein sehr weites Feld würde ich sagen.
00:09:15: Der Tag eines Büroleiters hat sehr wenige Fixpunkte.
00:09:19: Mir ist wichtig mit so aus der Wend ist Start eigentlich um acht Uhr dreizig mit meinem Team in einer Morgenbesprechung wo die ganzen Referenten auch versammelt sind.
00:09:29: das ist sozusagen ein fixer Ankerpunkt den Tag zu planen, um die Informationen zu bekommen was am Vortag noch alles passiert ist.
00:09:37: Was in der Woche ansteht und wo gibt es Nachjustierungsbedarf?
00:09:40: Ansonsten ist der Tag sehr flexibel gestaltet.
00:09:44: ab und zu muss auch einiges umgestellt werden.
00:09:48: das ist auch dann den tagespolitischen Geschehnissen irgendwo geschuldet.
00:09:54: ja und es ist ein bisschen wie ein Projektmanager Im Regierungsbüro, wenn man für die Landesregierung arbeitet oft darum Dinge neu zu machen und anders zu denken.
00:10:08: Und damit ist immer auch ein Change Management verbunden.
00:10:12: Das Ringeln um die beste Lösung ist damit verbunden und dementsprechend ist auch eine herausfordernde Aufgabe aber auch immer anders.
00:10:20: also es ist sehr wenig Routine drin mit Ausnahme vielleicht der wöchentlichen Regierungssitzung, wobei deren Inhalt sich ja auch von Woche zu Woche ändert.
00:10:30: Wir haben fünfzehn Mitarbeiter in etwa.
00:10:34: Wie würden Sie denn Ihren Führungsstil beschreiben?
00:10:37: Was ist Ihnen wichtig?
00:10:39: Es sind fünfzehnt Köpfe also wir haben nicht fünfzehin Vollzeitekivalente.
00:10:43: das war mir auch als Vater wichtig dass wir eine Möglichkeit bieten wenn jemand Nachwuchs bekommt, dass es auch die Möglichkeit gibt in Teilzeit wieder zurückzukommen.
00:10:53: Ich habe auch immer das Beispiel gebracht, wenn ich zwei Teilzeitmitarbeiter hab.
00:10:57: Ich glaube nicht dass ein einzelner Mitarbeiter die kompensieren könnte weil ja auch ganz viel Know-how dann auf diese zwei Köpfe verteilt ist.
00:11:05: und mein Führungsstil ist glaube ich sehr aufgeschlossen und sehr modern.
00:11:12: Ich baue sehr viel auf Eigenverantwortung.
00:11:14: Ich habe hoch qualifizierte Leute im Büro muss man ganz offen sagen die aus unterschiedlichsten Bereichen kommen.
00:11:21: Mir ist auch die Mischung wichtig, dass es Leute aus dem Haus gibt und auch Leute von externen.
00:11:27: Der externe Blick tut gut aber auch ... Die Verankerung im Haus ist wichtig um auch für Ideen entsprechend werben zu können und auch die richtigen Informationen für Landeshauptmann zusammenzutragen.
00:11:40: Sie sind ein sehr enger wenn nicht vielleicht der engste Mitarbeiter des Landeshauptmans wenn man so sagen will und dennoch Haben Sie ganz wenige gemeinsame Termine?
00:11:51: Ja, das ist etwas was sich die Politiker eigentlich selbst mit ihren Büroleitern ausmachen.
00:12:00: Es gibt durchaus auch das andere Modell.
00:12:02: ich kenne das von Kollegen als anderen Bundesländern da gleich sozusagen der Terminkalender des Büroleiters dem des Landes Hauptmanns.
00:12:11: Der Landeshauptmann und ich haben uns das anders aufgeteilt.
00:12:14: er hat mich auch bewusst gefragt, ob ich sein Büroleiter bin weil ich schon gewisse Erfahrungen im Landhaus gesammelt habe.
00:12:22: Weil ich das Haus kenne und auch die Politik sehr gut kenne Und ihm war wichtig jemanden zu haben der prinzipiell weiß wie er tickt in welche Richtung er will wo man sozusagen nicht viel erklären muss Wo diese Abstimmung immer so schön sagt blind eigentlich erfolgen kann und dementsprechend ist es ihm ein Anliegen wenn er nicht im Haus ist und bei der Bevölkerung draußen ist, was immer ein großes Anliegen ist.
00:12:50: Dass auch ein Ansprechpartner im Hause ist, wo der Informationsfluss zu ihm einen sehr kurzen Weg ist.
00:12:57: Also man muss sich fast mehr als nur gut kennen?
00:13:00: Auf jeden Fall ja!
00:13:02: Es ist natürlich auch so dass man sehr viele Gespräche führt im Vorfeld.
00:13:08: Wenn ich in Landeshauptmann in einer Sitzung vertreten darf dann ist natürlich schon eine intensive Vorbereitung notwendig Und man muss auf alle Eventualitäten vorbereitet sein, weil als Büroleiter hat er in dem Sinn, man hat keine Legitimation.
00:13:24: Man ist nicht gewählt, man ist kein Mandat da und dementsprechend muss man schon seinen Beauvoir ganz klar mit den Landeshauptmann auch abstimmen was dazu führt dass der Mine sehr gut vorbereitet sind müssen und alle Eventuaillitäten mit bedacht werden müssen.
00:13:39: Sie haben es gerade erwähnt Ihr Tagesablauf, ihr Terminkalender müsste eigentlich komplett durchgetaktet sein von Montag bis Sonntag.
00:13:50: Ist da aber nicht?
00:13:51: Sondern die Termine ergeben sich irgendwie, haben Sie gerade gemeint.
00:13:55: Aber es gibt einen Fixtermind das ist der um Achturdreißig.
00:13:59: Genau, Achtu Dreizig und dann
00:14:00: binst du auch die Regierungssitzung.
00:14:01: Genau!
00:14:02: Das sind so die Fixtermine wobei auch die Regierungssitzungen ab und zu mal von meinem Stellvertreter gemacht wird, aber prinzipiell darf jeder Schriftführer der Tiroler Landesregierung sein.
00:14:13: Ich bin also für die Anfertigung des Protokolls auch zuständig der Regierungssitzung und dementsprechend gemeinsam mit dem Herrn Landesamtsdirektor sind wir beide sozusagen auch diejenigen, die den Überblick behalten.
00:14:27: welche Anträge sind auf der Tagesordnung?
00:14:30: Welche Historie steht dahinter?
00:14:32: Sollte es zurückfragen kommen in der Landesregierung dass man auch qualifiziert antworten kann
00:14:37: Sie haben es gerade erwähnt, die wichtige Rolle des Büros ist.
00:14:39: das ist diese Abstimmung zwischen den Regierungsbüros.
00:14:43: Den Einzelnen gibt ja auch einen Koalitionspartner und aber auch der Verwaltung des Landesamtsdirektionen.
00:14:52: Wie geht man bei diesen Abstimmungen um?
00:14:54: Vor allem wenn es im Moment einmal keine Einigung gibt oder keine Einigung in Sicht ist.
00:15:00: Ja ich glaube die Landesregierung und ich kann jetzt für die aktuelle Landesregierung sprechen hat sich sehr viele Gedanken gemacht im Vorfeld der Koalitionsbildung.
00:15:11: Es gibt ein sehr umfangreiches Regierungsprogramm, in dem ja schon sehr viele Eckpunkte auch festgeschrieben sind und welche Richtung möchte man.
00:15:20: Und wenn man sich diese ganzen Punkte des Regierungsprogramms ansieht dann ist ja fast jede Zeile sozusagen wie ein eigenes Projekt zu betrachten.
00:15:30: Im Normalfall, manche Dinge liegen auf der Hand, in welche Richtung sie gehen sollen Und bei manchen Dingen gibt es dann einfach Initialsitzungen, wo man sich auch abstimmt zwischen den beteiligten Regierungsbüros.
00:15:44: Das Landeshauptmannbüro ist sehr oft dabei nicht weil wir uns überall einmischen sondern meistens das Geld auch ein Thema und da ist der Finanzreferent natürlich auch mit am Tisch her.
00:15:54: Gerade in Zeiten wie diesen das Geld ein großes Thema!
00:15:58: Was sind denn Ihre klassischen Zeitfresser?
00:16:02: Also die wirklichen Zeitfresser sind tatsächlich E-Mails.
00:16:05: ich bin Ein großer Freund von einer kurzen Abstimmungsrunde, von einem direkten Gespräch.
00:16:11: Ich sage auch zu meinem Team, prinzipiell meine Tür ist immer offen aus, ich habe gerade einen Termin.
00:16:18: bevor es mal E-Mail schreibt und zehn Minuten investiert in einen Vorsparen und eine Grußformel im Nachgang
00:16:25: usw.,
00:16:27: kommt's bitte kurz ins Büro und dann reden wir darüber weil oft liegt sie auf der Hand oder man kann sich schnell eine Antwort geben Ski und Endlich.
00:16:37: Und ich glaube, man muss auf jeden Fall effizient sein in der Abbauarbeitung.
00:16:42: deswegen die Teamprozesse gut abstimmen damit mehr Zeit hat sich den Bürger anliegen, die dann auch im Büro vom Landeshauptmann natürlich zusammenkommen dass man für das auch Zeit hat.
00:16:53: Sie sagen sie sind Projektmanager in erster Linie aber auch ihr Büro ist auch so quasi Informationsfilter Für den Landeshauptmann.
00:17:03: Sie sammeln und filtern Informationen, muss man sich das vorstellen?
00:17:08: Wie geht es ab?
00:17:09: Die Menschen differenzieren ja sehr selten.
00:17:14: Wenn die Menschen anliegen haben dann ist einmal der Landeshaupt Mann Ansprechpartner als Regierungschef direkt und unsere Aufgabe besteht schon darin einerseits zu klustern.
00:17:26: was kommt denn alles rein?
00:17:28: den Landeshauptmann auch strukturiert darüber zu informieren, was wird von den Bürgern eingebracht?
00:17:35: Was sind derzeit für Prozesse am Laufen?
00:17:38: und der Herr Landeshhauptmann ist jemand, der sich Entscheidungen nicht leicht macht.
00:17:43: Er ist auch ein Techniker gleich wie ich und ist sehr zahlen Datenfakten getrieben.
00:17:49: auch möchte wirklich auch sich ein umfassendes Bild machen bevor eine Entscheidung fällt Und es hat nichts mit mangelndem Vertrauen zu tun, aber das ist irgendwo in die Menschen drin.
00:18:02: Es ist auch ein bisschen dieses Ringen um die beste Lösung.
00:18:05: also wir ziehen lieber noch eine Schleife mit einer kritischen Frage die es wert ist beleuchtet zu werden um dann sozusagen ein gutes Gefühl dabei zu haben die Entscheidung zu treffen.
00:18:17: und unsere Aufgabe besteht darin ihn mit allen notwendigen Informationen strukturiert und in einem Rahmen wo auch die Zeit hat, weil zwischen Tür und Angel schwer wegen den Entscheidungen zu treffen.
00:18:30: Das sollte auch nicht sein für das sind wir verantwortlich.
00:18:34: Sie haben persönlich schon sehr früh und in ihrer Jugend haben sie sich schon politisch engagiert, sich für die Politik auch interessiert.
00:18:43: Hat es dann Auslöser gegeben?
00:18:45: Hat es da Familie was gegeben oder ... Was war da?
00:18:50: Der Grund, warum sie sich schon so früh politisch engagiert haben und interessiert haben?
00:18:56: Tatsächlich familiär bin ich sozusagen nicht vorbelastet politisch.
00:19:01: Also mein Vater war zeitweise Angestellter, ein Zeitweiser Unternehmer.
00:19:10: Ich habe schon bei meinem Vater in der Firma auch Self-Leigenfahren dort mitbekommen.
00:19:16: aber einen Auslöser Vielleicht ist es in der vierten Klasse Handelsakademie geht so los mit politische Bildung und Recht als Fach.
00:19:25: Das war schon mit einem Auslöser, das ich für mich erkannt habe.
00:19:31: Es interessiert mich wie unser Staat aufgebaut ist, wie die Verwaltung funktioniert, wie kommen Entscheidungen zustande?
00:19:38: Und da ist eins zum anderen gekommen.
00:19:40: wenn man dann in Vereinen, Verbänden führende Funktionen kommt, dann lernt man natürlich auch Sitzungsführungen.
00:19:50: Wie geht man damit um?
00:19:52: Was ist ein Rechenschaftsbericht?
00:19:53: wie funktioniert das?
00:19:55: und es ist etwas im Kleinen was aber in Wahrheit auch umlegbar ist auf das große Mende des Tages.
00:20:04: ob jetzt einen in einem Vereiner eine Kassaprüfung stattfindet und dass dann hinter Generalversammlung des Vereins verabschiedet wird von allen Mitgliedern leicht im Wesentlichen, das ist natürlich ungleich größer und umfangreicher wenn der Rechnungsabschluss des Landes Tirol vom Rechnungshof gemacht wird.
00:20:24: Also diese Prozesse sind sehr ähnlicher.
00:20:27: man kann sich was darunter vorstellen und man weiß auch auf was kommt es an.
00:20:32: und ja so bin ich eigentlich zu dem politischen gekommen aber eigentlich immer im Hintergrund geblieben habe diesen Schritt in die erste Reihe eigentlich nie gemacht.
00:20:43: sozusagen für diejenigen, die Verantwortung tragen ein gutes Umfeld zu schaffen und die Informationen aufzubereiten.
00:20:50: Und auch ein bisschen diese Brückenfunktion zu sein in Richtung Bevölkerung, in Richtung Bürger aber jetzt auch in Richtung der Verwaltung.
00:20:59: Also ich erinnere mich noch sehr gut mit dem Landesamtsdirektor.
00:21:02: so das erste Gespräch als neuer Büroleiter.
00:21:05: Er war ja einer meiner Vorgänger als Büroleiter Ist schon interessant, wenn man sich dann ausmacht.
00:21:12: Wie will man denn zusammenarbeiten in den nächsten fünf Jahren?
00:21:14: Aber ich glaube wir haben da mit ihm und seiner Stellvertreterin einen sehr guten Weg gefunden um diese beiden Brückenfunktionen auch gut zu verbinden.
00:21:23: Der Jugend von heute wird fälschlicherweise eigentlich immer nachgesagt sie sei Politik vertrossen oder sie interessiert sich überhaupt nicht für Politik.
00:21:32: Stimmt so nicht ganz.
00:21:33: es gibt neue Studien die besagen dass er wohlinteresse der Jugend da ist.
00:21:38: Was hat für Sie die politische Arbeit schon als jungen Menschen so spannend gemacht?
00:21:44: Und was kann man eigentlich den jungen Leuten sagen, hey das ist ein spannender Job.
00:21:51: Ich glaube es geht immer ganz stark darum in welcher Lebensphase steckt jemand und was ist in dieser Lebensphase wichtig für ihn?
00:22:01: Wir begonnen mit der Schülervertretung weil mich natürlich meinen Umfeld interessiert hat Wie wird die Schule gestaltet, wie ist der Lehrplan gestaltet?
00:22:11: Natürlich auch darüber hinaus.
00:22:14: Ich glaube junge Menschen muss man dort abholen wo ihr Lebensrealität ist.
00:22:19: Der Landeshauptmann macht es sehr gut mit diesem Format fragt den LH, wo er immer wieder Schulklassen zu sich ins Büro einlädt ob das Berufsschulklassen sind, ob das Gymnasiumklassen oder auch Mittelschul Klassen sind und sozusagen auch mit den jungen Menschen in Dialog tritt, was interessiert sie denn?
00:22:39: Und das muss ich schon sagen.
00:22:41: Das ist immer beeindruckend.
00:22:44: Man sagt ja der Politikhab und so nach ... Ja, da sagt man was?
00:22:48: und bei meinen Orgen geht es rein und beim anderen raus.
00:22:51: Das kann ich überhaupt nicht bestätigen ganz und gar nicht!
00:22:54: Wenn der Landeshauptmann eine Schulklasse da hatte, dann ist eigentlich der Nachmittag sehr oft davon geprägt dass man kurz zusammen steht unter das ganze Gespräch wieder gibt und eigentlich auch Arbeitsaufträge verteilt.
00:23:07: Da möchte ich mehr wissen, das haben die Jungen angesprochen da sollte man vielleicht mal hinschauen.
00:23:11: also ich hätte das Gefühl dass es bei ihm eine sehr große Priorität einnimmt.
00:23:19: Und ansonsten ist es einfach wichtig auch Ansprechpartner für die Jugend zu haben.
00:23:24: Das heißt jetzt nicht zwingend dass immer ein junger Abgeordneter vertreten sein muss wobei das natürlich sehr gut dazu beitragen kann.
00:23:33: Aber es ist wichtig, dass die Politiker ansprechbar sind für die Jungen und sich auch ehrlich für deren Lebensrealitäten interessieren.
00:23:43: Und damit wird auch keine Politikvertrosse nicht aufgekommen.
00:23:46: man muss ihnen nur aufzeigen was hat denn die Politik sozusagen in ihrem großen Bauchladen auch für mich im Angebot?
00:23:54: Das klingt jetzt alles, so wie man Ihren Job Description zuhört.
00:23:58: Dass der Büroleiter ein Full-Time-Job ist sieben Tage die Woche, vierundzwanzig Stunden am Tag, hat man da überhaupt noch Freizeit?
00:24:07: Natürlich ist es ein Fulltime-Jub.
00:24:10: Man muss schon außerhalb des Haupturlaubes schon stellvertreter Regelungen, sollte man schon ansprechbar sein.
00:24:19: Meines Land Tirol hat natürlich umfangreiche Aufgaben und Ich sage mal, auch eine Naturkatastrophe oder andere Dinge machen vor einem Wochenende nicht Halt.
00:24:31: Da muss natürlich das politische Büro funktionieren und da müssen wir entsprechend ansprechbar sein.
00:24:39: Aber man nimmt sich seine Freiräume dann raus!
00:24:45: Sie sind ja auch Vater einer zwölfjährigen Tochter.
00:24:47: Sie haben auch gesagt, das Büro schaut darauf dass auch Karensstellen wieder besetzt werden zurückbesetzt werden und so weiter und sofort.
00:24:57: also sie machen das schon, dass es sich Familien leben und Beruf vereinbaren lässt
00:25:03: auf jeden Fall!
00:25:04: Das muss auch gegeben sein.
00:25:07: Ich habe die Erfahrung gemacht wenn die Menschen Privat zu wenig Ankerpunkte haben und Privat so wenig Möglichkeit haben, auch einmal abseits der Arbeit sich zu entfalten.
00:25:18: Und sozusagen nur mehr im Arbeitsleben versinken, dann mag das sein dass man mal eine gewisse Zeit etwas kompensieren kann oder Top-Leistungen bringen kann.
00:25:30: aber es ist gerade Dauerzustand und am Ende des Tages leidet langfristig die Leistungsfähigkeit wenn man zu wenig auf sich schaut.
00:25:39: Für mich ist sicherlich die Zeit mit meiner Tochter so ein fixer Ankerpunkt, wo auch um diese Zeit herum geplant wird.
00:25:49: Wo ich dann sage okay das sind jetzt einfach fixe Tage, fixe Stunden, die ich mit meiner tochter verbringen will.
00:25:56: aber man kann das alles organisieren an dem soll es nicht scheitern und auch der sportliche Ausgleich gehe ganz gerne mal am Abend eine Runde laufen.
00:26:05: Die halbe Stunde kann man sich schon nehmen.
00:26:07: also Es ist zwar ab und zu ganz schön, die Ausrede auch für sich selbst zu verwenden.
00:26:13: Die Woche ist es leider wieder nicht mehr zum Laufen ausgegangen, weil ich so viel in der Arbeit habe.
00:26:18: Wenn man es dann ehrlich betrachtet, die halbe Stunde geht es eigentlich im Maus.
00:26:22: Halbe Stunde laufen, das klingt noch ein paar Kilometer?
00:26:27: Was ist denn so Ihre Distanz, Ihre Lieblingsdistance?
00:26:31: Wie soll ich denn sagen ... Ich versuche mir seit Jahren irgendwo dieser Marathon-Distanz, dieser magischen zu nähern, schaffe es allerdings meistens nur bis zur Halbmarathon-Distance wo ich irgendwo bei meinen zwei Stunden gefangen bin.
00:26:49: Also ich bin da wirklich ein Hobbyläufer
00:26:52: aber... Ja ja, eineinundzwanzig Kilometer ist schon ordentlich sage ich mal!
00:26:56: Das
00:26:56: Problem ist natürlich wenn man dann immer sozusagen einen Winterschlaf einlegt, dann fängt man halt im Frühjahr wieder eher bei den fünf Kilometern an.
00:27:09: Sie haben auch von Urlaub gesprochen, natürlich hat ein Büroleiter des Landesabmanns Urlaub.
00:27:15: Heuer geht es allerdings auch ein paar Tage zu einem Rock-Festival.
00:27:22: Das haben sie fix eingeplant.
00:27:23: Tatsächlich nicht nur heuer.
00:27:26: Jedes Jahr?
00:27:27: Ja, das ist mittlerweile eine angestammte Truppe die sich entschieden hat auch mit über vierzig immer noch auf ein Festival zu fahren.
00:27:37: Also so richtig mit Zelt, mit Klappstuhl und Gummistiefel?
00:27:41: Ja ich weiß ja.
00:27:42: also es ist jetzt nicht die Vorstellung von einem Behoelleiter der dann im Juni eventuell im Regen und im Gatsch mit Gummestiefeln bewaffnet auf dem Rockfestival ist aber sie sind eine schöne Zeit und dieses Jahr Einen in den Vorabend muss ich sozusagen auslassen, weil die Landeshauptleutekonferenz Donnerstag und Freitag im Juni in Innsbruck stattfinden wird.
00:28:08: Aber freitagmittag hätte ich dann fix eingeplant mich aufzumachen.
00:28:14: Auf die Konzertbühne?
00:28:16: Da vorne noch einen kurzen Kleidungs-Change, denn wir müssen doch den Anzug gegen die T-Shirts wechseln.
00:28:24: Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen!
00:28:25: Viel Spaß beim Konzern und sage... Danke fürs Gespräch, danke für den Besuch im Studium.
00:28:31: Herzlichen Dank für die Einladung!
00:28:33: Das war ein Podcast des Landes Tirol mit Philipp Hale dem Büroleiter des Landeshauptmanns Anton Matle.
00:28:40: Hale ist Fußballfan des Englischen Vereins Manchester United.
00:28:44: seine Begeisterung für die Filmserie Star Wars teilt er mit seiner zwölfjährigen Tochter.
00:28:49: Seine berufliche Hauptaufgabe sieht er darin Die Flut von Informationen, die täglich aufpoppt Für den Landeshauptmann zu filtern und aufzuarbeiten.
00:28:59: Die Begeisterung für die Politik ist schon in den Jugendjahren entstanden.
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